Aktionen und Veranstaltungen

WG hilft Geschäfte beim reSTART

Baunatal | Wirtschaft Die Wirtschaftsgemeinschaft Baunatal unterstützt ihre Einzelhändler, die ihre Geschäfte in der kommenden Woche aufmachen dürfen, beim reStart. Peter Hammerschmidt, Präsident der Wirtschaftsgemeinschaft hat bei den Baunataler Produzentinnen von „Made in Baunatal“ des StadtShop Baunatal Gesichtsmasken bestellt. Diese werden als Starthilfe ab Montag verteilt und der Vorstand denkt schon über weitere Unterstützungsmaßnahmen nach.

Wir wollen den Einzelhandelsgeschäften bei der Umsetzung der Hygienevorschriften helfen und ihnen ein Starthilfe geben. Dazu haben wir auch noch Bodenaufkleber für das Kennzeichen der Abstände im Geschäft geordert. Die Gesichtsmasken werden dank der schnellen lokalen Produktion schon ab Montag verteilt. Die Bodenaufkleber können Ende nächster Woche beim Stadtmarketing abgeholt werden. Auch unser Zweigverein CMB e.V. wird am Donnerstag dazu noch weitere Maßnahmen beschließen.

Peter Hammerschmidt, Präsident Wirtschaftsgemeinschaft Baunatal e.V.

Die Wirtschaftsgemeinschaft hofft für ihre Mitgliedsbetriebe, dass der wirtschaftliche Schaden nicht zu Firmenschließungen führt und appelliert an die Einwohner Baunatals, die Geschäfte jetzt mit ihrem Einkauf vor Ort zu unterstützen.

Vorstandsmitglied Dirk Wuschko betont, dass es jetzt auf jeden einzelnen Kauf im lokalen Geschäft ankommt:

Amazon & Co sind die großen Krisengewinner. Aber die Zahlen keine Steuern vor Ort, unterstützen die heimischen Vereine nicht und beschäftigen kein Personal in Baunatal. Wenn wir wollen, dass es sich weiter gut in Baunatal lebt, sollten wir regional denken und einkaufen. Das Stadtmarketing Baunatal, sagt schon seit 2017 – MEIN HERZ SCHLÄGT REGIONAL

Dirk Wuschko, Geschäftsführer Stadtmarketing Baunatal GmbH

Aktuell ist natürlich auch in der Wirtschaftsgemeinschaft alles auf die Bewältigung der Coronakrise ausgerichtet. Der Vorstand schaltet sich wöchentlich zu einer Telefonkonferenz zusammen, organisiert Hilfe unter den Firmen wie Fragestunden zu Rechts- und Steuerfragen und Informiert die Firmen speziell zu wirtschaftlichen Themen 

Neujahrsempfang der Wirtschaft 2020

Neujahrsempfang der Wirtschaftsgemeinschaft Baunatal bei Glinicke

335 Unternehmen zählt die Wirtschaftsgemeinschaft Baunatal im Wirtschaftsraum Baunatal-Schauenburg. 9 neue sind 2019 dazugekommen, 1 neues Mitglied konnte schon 2020 aufgenommen werden. Sie alle waren eingeladen zum Neujahrsempfang in die Baunataler Niederlassung von Glinicke.

Peter Hammerschmidt, Präsident der Baunataler Wirtschaftsgemeinschaft begrüßte neben den Mitgliedern auch Gäste aus Politik, Gesellschaft und Vereinsleben sowie die Vorstände von Gewerbevereinen aus Baunatals Nachbarschaft. Er dankte für gute Zusammenarbeit und dem eigenen Vorstand für engagierte und ehrenamtliche Tätigkeit. Die Wirtschaftsgemeinschaft vertritt und bündelt die Interessen der Baunataler Arbeitgeber. 30.000 Beschäftigte, so Hammerschmidt arbeiten in den Mitgliedsbetrieben der Wirtschaftsgemeinschaft.

Enormes Tempo in der Entwicklung – Glaskugel wäre schön

Schlaglöcher, digitale Diaspora und wenig Visionen, mit diesen Worten skizzierte Peter Hammerschmidt die derzeitige Situation. Steuern sprudeln auch in Baunatal nicht mehr. Aber die Wirtschaft ist Dynamisch und verzeiht keinen Stillstand. Ein enormes Tempo, das nicht nachlassen wird, kennzeichnet die wirtschaftliche Entwicklung. Ein Blick in die Glaskugel wäre gelegentlich schön, auf dem Weg, unterwegs in stürmischen Zeiten des digitalen Wandels. Aber überall ergeben sich auch neue Chancen.

Wie immer schaut Hammerschmidt zum Jahresbeginn auch über den Baunataler Tellerrand hinaus: Der Klimaschutz sei vernachlässigt worden und mache jetzt eine Aufholjagd nötig. Die jüngeren Generationen, versteht Hammerschmidt, machen zurecht darauf aufmerksam, dass die Bedingungen schlechter werden. Wichtiger als eine CO2 Steuer sei der Ausbau der regenerativen Energien, ein Neustart in der Energiewende: „Das schönste E-Auto der Welt nützt nichts, wenn es mit Kohlestrom fährt.“

Zukunftssicherung: Kommunikation und Bildung

Die Zukunftssicherung liegt den Wirtschaftsbetrieben am Herzen. Wie haben es schwächere Staaten geschafft, ein flächendeckendes 4G-Mobilfunk-Netz aufzubauen, fragt der Präsident. „Die Netzgeschwindigkeit hat in Deutschland sogar abgenommen.“ In Baunatal tut sich immerhin etwas beim Breitbandausbau: die Deutsche Telekom verlegt Glasfaser bis in die Betriebe von Großenritte, die Deutsche Glasfaser in anderen Gewerbegebieten. Zur Zukunftssicherung gehören auch Anstrengen im Bereich der Bildung. Mit dem begonnen Projekt Schule und Ausbildung will die Wirtschaftsgemeinschaft den Prozess unterstützen.

Wir haben zehn spannende Jahre vor uns. Vielleicht erneute goldene 20er Jahre hofft Hammerschmidt. Am 13. und 14.2.2021, also genau in einem Jahr, veranstaltet die Wirtschaftsgemeinschaft wieder ihre Bau- und Wirtschaftsmesse in der Rundsporthalle

Wechsel bei Glinicke – Neues aus dem Stadtmarketing

Gastgeber Matthias Welter, Geschäftsführer von Glinicke in Baunatal verabschiedete sich aus der Runde. Ingo Flaßpöhler übernimmt die Leitung des Betriebes und schildert den Gästen den Aufbau einer Lackiererei Standort, der danach 110 bis 120 Mitarbeiter beschäftigen wird.

Stadtmanager Dirk Wuschko gab eine Übersicht zu den wichtigsten Veranstaltungen und Stadtmarketing-Maßnahmen. Die Wirtschaftsgemeinschaft selbst glänzt mit einem innovativen Veranstaltungskonzept für neues Veranstaltung-Profil: „Baunatal tanzt“. Die Musik-Veranstaltung mit Livemusik und Disco könnte ein Akt der Wertschätzung für Mitarbeiter sein. Meldet der Betrieb an, wird der Eintrittspreis halbiert und viele Betriebe werden den Eintrittspreis ganz übernehmen.

Mit Blick auf die U21 Fußball-EM der Gehörlose-Fußballer Namen alle Anwesenden ein Video in Gebärdensprache auf. Die Veranstaltung sei auch ein Symbol dafür, dass gerade in Baunataler Betrieben Vielfalt statt Einfalt gelebt wird.

Daniel Jung: Zurücklehnen geht nicht

Erster Stadtrat Daniel Jung betonte, dass Baunatal so eng wie wenige Kommunen mit seiner Wirtschaft verbunden sei. Das zeige schon die Entstehungsgeschichte der Stadt. Gastgeber Glinicke sei inzwischen größter Standort in der Unternehmensgruppe. Wirtschaft und Stadt stellen sich auf Veränderungen ein. Vieles in der Stadtpolitik müsse genauer unter die Lupe genommen werden. Zurücklehnen geht nicht, wenn man große Aufgaben angehen will.

Frau Schlitt sang und spielte mit ihrer Band Soul und sorgte zusammen mit leckerem Essen für eine entspannte und gute Kommunikation nach dem offiziellen Teil. (rs)

Mit viel Elan und Ideen für das neue Jahr

Die Wirtschaftsgemeinschaft Baunatal lebt vom Engagement und dem Zusammenhalt ihrer Mitglieder. Daran gemessen, ist die Interessenvertretung von Gewerbetreibenden, Betrieben und Selbständigen in der Region eine starke Gemeinschaft: Rund 100 Mitglieder feierten im  Gasthaus Wicke den Jahresabschluss mit einem leckeren Buffet und vielen anregenden Gesprächen. Dabei nutzten die Gäste die Gelegenheit, den neuen ersten Stadtrat Baunatals, Daniel Jung, kennenzulernen. Präsident Peter Hammerschmidt zog eine rundum positive Bilanz. „Auch im Jahr 2019 hat es Spaß gemacht. Dafür, dass Präsidium und Vorstand alle ehrenamtlich und nebenher die viele Arbeit für die Mitglieder der Wirtschaftsgemeinschaft Baunatal leisten, macht es mich stolz und zufrieden, in diesem Team mitarbeiten zu können“, sagte er.

Hammerschmidt ließ die Stationen der WG  im zu  Ende gehenden Jahr Revue passieren, vom sehr gut besuchten Neujahrsempfang im Februar über die Info-Abende für den Breitband-Ausbau und das erfolgreiche Engagement beim Charity-Biergarten auf dem Europaplatz sowie bei  der Aktion „Sauberhaftes Baunatal“ bis hin zur Betriebsbesichtigung in der Firma Herkules Resotec. Während des Nikolausmarkts haben die Mitglieder beim Firmenglühwein am 13. Dezember ab 19 Uhr erneut Gelegenheit, sich in gemütlicher Runde auszutauschen.

Die Wirtschaftsgemeinschaft geht mit viel Elan und neuen Ideen ins neue Jahr: Präsident Hammerschmidt wies auf die angelaufene Fragebogen-Aktion zur Verbesserung der Ausbildungssituation hin und appellierte an die Mitglieder, sich zahlreich zu beteiligen. Die Auftaktveranstaltung zu diesem Projekt, das alle Akteure des Ausbildungsmarkts mit einbeziehen soll, werde wahrscheinlich am 20. Februar stattfinden, kündigte Hammerschmidt an. Außerdem werde die WG aufgrund der großen Nachfrage am 21. März 2020 in der Baunataler Stadthalle erstmals einen Tanzabend für die Mitglieder anbieten. Zunächst wird die WG aber mit dem traditionellen Neujahrsempfang am 13. Februar im Autohaus Glinicke in Baunatal ins Neue Jahr starten.

Für die vielen Aktivitäten hat sich das Präsidium Verstärkung geholt: Peter Hammerschmidt stellte die Studentin Celina Katzschmann vor. Sie wird Schreibarbeiten übernehmen und bei der Organisation der Veranstaltungen helfen. (pdi)

Foto u. Text: Peter Dilling

Rückblick Festakt 2018

Selbstverwirklichung statt Zeitvergeudung

©Foto: Rainer Sander | nh24

Wirtschaftsgemeinschaft Baunatal feiert 50 Jahre

BAUNATAL. 
Volkswagen war unbestritten die Mutter aller Entwicklungen in Baunatal. Vor 60 Jahren das Werk, vor 52 Jahren die Stadt Baunatal, vor 50 Jahren die Wirtschaftsgemeinschaft als Zusammenschluss derjenigen, die für die rasch wachsende Zahl an Menschen in der Stadt – im wahrsten Sinne des Wortes – handelten, Häuser bauten und schließlich für VW zulieferten, dort reparierten und die Dynamik einer sich schnell entwickelnden Kommune nutzten.

Der in Kleinstädten und Gemeinden übliche Begriff „Gewerbeverein“ passte von Anfang an nicht, der Name „Wirtschaftsgemeinschaft“ war Programm und Ziel zugleich: „Gemeinsam wirtschaften“ hieß es schon damals, als – wie Präsident Peter Hammerschmidt formulierte – verantwortungsvolle und ehrbare Baunataler Kaufleute die Wirtschaftsgemeinschaft Baunatal gründeten. Dabei, so Hammerschmidt, wird das Jahr 1968 mit dem Höhepunkt der Studenten- und Bürgerrechtsbewegungen in Verbindung gebracht.

320 Mitgliedsbetrieben geben 30.000 Menschen Arbeit

Mit 320 Mitgliedbetrieben, zu denen seit 42 Jahren auch VW zählt, beschäftigen die Betriebe der Wirtschaftsgemeinschaft 30.000 Menschen, 2.000 mehr, als Baunatal Einwohner hat. Rechnet man noch die wenigen Gewerbebetriebe hinzu, die tatsächlich nicht Mitglied in der Wirtschaftsgemeinschaft sind, wird deutlich, welche Rolle die Stadt Baunatal für die Region insgesamt einnimmt.

Es kommen auch nicht zu jedem runden Geburtstag einer Gewebevereinigung der Regierungspräsident Walter Lübcke, der Regionalmanager Holger Schach, der Stellvertretende Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Ulrich Spengler, der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer (HWK) Jürgen Müller, der Wirtschaftsförderer der Region Kassel Christian Strube, die Landtagsabgeordnete Manuela Strube und natürlich die Erste Stadträtin Silke Engler, sowie viele weitere Ehrengäste. Unter ihnen auch Bürgermeisterkandidat Sebastian Stüssel.

Zukunft braucht Herkunft

Fast 150 Besucher waren der Einladung zur Festveranstaltung in das stillgelegte, alte Kraftwerk des VW-Werkes gefolgt. Ausgeleuchtet von der Firma Auditiv bot das Denkmal Baunataler Industriegeschichte eine phantastische Kulisse und war zugleich Ort für die Erinnerung aber vor allem für den Blick in die Zukunft. „Zukunft braucht Herkunft“, so lautete dann auch das Thema des Festvortrags von Prof. Dr. Peter Nieschmidt (München, Uni St. Gallen).

Man verharrt in Baunatal nicht mehr als nötig in der Vergangenheit. Man blickt nach vorn und sucht nach Wegen, die kommende Zeit mit allen ihren neuen Herausforderungen zu meistern. Die größten Herausforderungen scheinen in der Digitalisierung und im Fachkräftemangel zu liegen. Dass sich beides nicht zwangsläufig ausgleicht, machte Peter Nieschmidt deutlich: Diesmal verschwinden nicht die Arbeitsplätze mit einfachen Tätigkeiten, sondern die, die leicht zu automatisieren sind. Das können auch solche mit logischen Schussfolgerungen sein, die ein Computer treffsicherer findet, als ein Techniker oder Ingenieur.

Sinnlose Energievergeudung bei schlechter Mitarbeiterführung

Dennoch wurde klar, dass der Faktor Mensch die tragende Rolle spielen wird. Und, so Nieschmidt, es wird immer die gleichen Grundwerte geben. Aber das Verständnis von Arbeit hat sich verengt. Haben die Menschen im Mittelalter noch von gewissenhafter und meisterlicher Arbeit gesprochen, also das Gewissen und ein Höchstmaß an Qualität in den Vordergrund gestellt, hat sich das im calvinistischen Weltbild zum Streben nach maximaler Quantität verändert.

Nieschmidt zeichnete ein systemisches Bild einer Abteilung mit soliden „Schaffern“, zwei Streithähnen, einem scheinbar und einem wirklich unerkannten Fachmann, einem Besserwisser, einem heimlichen Chef, einem loyalen Zuarbeiter und anderen Charakteren, wie sie in jedem Betrieb vorkommen und wie sie Reibungsverluste durch falsche Besetzung, schlechte Steuerung und Ignorieren unterschiedlicher Persönlichkeiten entstehen. 30 Prozent der Energie, so Nieschmidt gehen dabei – für den Betrieb – sinnlos verloren.

30 Prozent ungenutzte Ressourcen

Menschen sind weder Produktionsfaktoren, noch Kostenfaktoren, sondern Persönlichkeiten. Wer als Vorgesetzter deren Stärken richtig einzusetzen und die Reibungsverluste im Team zu reduzieren versteht, schaffe es, ein Potential von 30 Prozent zu aktivieren: Selbstverwirklichung statt Zeitvergeudung. In den meisten Managementtheorien, die mit „Management by…“ beginnen, kann er wenig Erfolgversprechendes erkennen.

So „gestrickt“ werden die erfolgreichen Unternehmen der Zukunft sein, von denen Silke Engler hofft, auch weiterhin viele in Baunatal beheimatet zu wissen. Überzeugt und damit auch überzeugend erklärte sie, wie sie mit Breitband in allen Stadtteilen, neuen und geförderten alten Netzwerken, anderen Wegen in gemeinsamen Ausbildungsprojekten und einer städtisch geförderten Nachwuchsoffensive, die Baunataler Unternehmen zu unterstützen will. Die gegenseitige Unterstützung habe eine 50-jährige Geschichte, betonten sowohl Engler, als auch Hammerschmidt, der sich allerdings zusätzlich weniger bürokratische Gängelung wünscht. Das geht allerdings an die Adresse der hohen Politik, die gewiss auch auf Städte und Wirtschaftsgemeinschaften wie Baunatal schaut. (rs)

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Rückblick auf den Neujahrsempfang

Vielen Dank an das Fotostudio Orendt für die Foto Reportage während unseres Neujahrsempfangs.

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